Willkommen bei unserem großen Grafiktablett Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Grafiktabletts. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich besten Grafiktabletts zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Grafiktablett kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einem Grafiktablett kannst du u.a. digital am Computer zeichnen, Bilder bearbeiten und 3D-Modelle erstellen. Im Vergleich zur Maus und Tastatur ist das Arbeiten mit einem Grafiktablett viel intuitiver und deine Eingaben sind deutlich präziser.
  • Grafiktabletts gibt es mit oder ohne eigenem Bildschirm. Das Zeichnen an Geräten mit eigenem Bildschirm fällt den meisten Nutzern leichter, allerdings sind solche Grafiktabletts auch deutlich teurer in der Anschaffung.
  • Die meisten Grafiktabletts können nur in Verbindung mit einem Computer betrieben werden. Sie sind dann „nur“ ein Eingabegerät und ggf. ein Bildschirm für die Grafikprogramme, die auf deinem Computer ausgeführt werden.

Grafiktablett Test: Das Ranking

Platz 1: GAOMON M106K – 10 x 6 Zoll Profi Grafiktablett

Platz 2: Huion NEW 1060 PLUS mit 8192 Pen Druck Digital

Platz 3: XP-Pen 6 x 4 Zoll Grafiktablett Pen Tablet

Platz 4: XP-Pen G430S Grafiktablett osu Pen Tablet Stift Tablett 8192

Platz 5: GAOMON M106K Grafiktablett

Platz 6: LANSRAYOL Zeichentablett Grafiktablett 10×6 Zoll

Platz 7: HUION H610 Pro V2 Grafiktablett

Platz 8: QCY LCD Writing Tablet Drawing Tablet 10 Zoll

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Grafiktablett kaufst

Was ist ein Zeichentablett und was kann es alles?

Zeichentabletts sind Tablets mit Stift, die für digitale Zeichnungen und andere grafische Anwendungen genutzt werden. Sie dienen dabei meistens als Eingabegerät für einen Computer, es gibt aber auch Modelle, die als eigenständiges System funktionieren. Die Oberfläche des Tabletts ersetzt dabei das Papier, die Staffelei oder ähnliches. Ein digitaler Stift oder die Finger ersetzen den Bleistift, die Pinsel etc.

Grafiktabletts erlauben dir Zeichnungen in digitaler Form herzustellen. Anders als beim Zeichnen mit Stift und Papier wird so jedes deiner Werke sofort auf einem Computer oder anderem Speichermedium gesichert.

Dies bringt einige Vorteile mit sich: Du kannst sie jederzeit in beliebiger Stückzahl und Größe drucken, einfacher und sauberer Fehler korrigieren oder Kopien erstellen und bearbeiten ohne das Original zu verändern. Außerdem fasst ein gutes Grafiktablett all deine Utensilien zum Malen kompakt in einem Gerät zusammen.

Die Bildbearbeitung in Photoshop, Illustrator, GIMP, Corel Painter und ähnlichen Programmen zählt ebenfalls zu den Anwendungsbereichen eines Grafiktabletts. Zudem erfreut sich die Möglichkeit seine eigene Handschrift zu digitalisieren großer Beliebtheit. So kannst du z.B. einer E-Mail oder Online-Bewerbung einen handschriftlichen Gruß anhängen, oder persönliche digitale Einladungen gestalten.

Neben der einfachen Fotobearbeitung können Zeichenpads auch zur 3D-Modellierung und Texturierung verwendet werden. Beliebte Programme für solche Anwendungen sind ZBrush, MudBox und Blender.

Bildbearbeitung 3D-Modellierung
Photoshop ZBrush
Illustrator MudBox
GIMP Blender
Corel Draw
Lightroom

Echte Liebhaber nutzen ein Grafiktablett auch fernab grafischer Anwendungen als Maus- und Tastaturersatz. Dabei überzeugen Grafiktabletts mit ihrer punktgenauen Positionierung des Maus-Cursors.

Tippst du auf dem Grafiktablett z.B. auf die obere linke Ecke, springt der Cursor direkt zu diesem Punkt. Um den Cursor mit einer Maus in die gleiche Ecke zu bewegen, muss die Maus zu diesem Punkt – etwas aufwendiger – hingezogen werden. Somit werden Grafiktabletts sogar als Eingabegerät für bestimmte Computerspiele (meistens Strategiespiele) interessant.

Hat das jeweilige Gerät ein Display, kann dieses auch als zweiter Bildschirm für den PC oder Mac genutzt werden. So kannst du beispielsweise deine Musik-Playlist über den Monitor des Grafiktabletts bedienen.

Was sind die Vorteile eines Grafiktabletts gegenüber herkömmlichen Tabletts, Smartphones oder der Maus?

Arbeiten in Grafikprogrammen können auch am Computer mit Maus und Tastatur vorgenommen werden. Auch herkömmliche Tabletts wie das Apple iPad und diverse Android und Windows Tabletts oder Smartphones können als Ersatz für ein Grafiktablett herhalten. Wer sich jedoch langfristig intensiv mit Grafiksoftware auseinandersetzt wird die Vorteile eines echten Grafiktabletts zu schätzen wissen.

Zusammengefasst bietet dir ein Grafiktablett gegenüber herkömmlichen Tablets, Smartphones und der Maus die folgenden Vorteile:

  • Höhere Präzision
  • Drucksensitivität

Im Vergleich zur Maus ist das Zeichnen mit einem digitalen Stift deutlich intuitiver und gewohnter. In Sachen Präzision steht ein guter digitaler Stift einem „normalen“ Stift in Nichts nach. Mit der Maus hingegen macht man viel schneller hastige und unkontrollierte Bewegungen. Neben Ergebnissen, die nicht wirklich zufrieden stellen, kann das Zeichnen mit der Maus so auch frustrierend wirken.

Den Nachteil fehlender Präzision haben herkömmliche Tabletts und Smartphones nicht. Sie haben hingegen sogar immer ein eigenes Display und laufen immer auch ohne zusätzlichen Computer. Dennoch haben auch sie einen entscheidenden Nachteil gegenüber Grafiktabletts: die Drucksensitivität.

Die Zeichenfläche eines Grafiktabletts spürt genau wie viel Druck du mit dem Stift ausübst. So kannst du zwischen dünneren (wenig Druck) und dickeren (mehr Druck) Linien variieren. Genau wie beim analogen Zeichnen mit Stift und Papier.

Herkömmliche Tabletts und Smartphones können diese Unterscheidungen nicht treffen. Sie sind daher eher für kleine Skizzen geeignet, während dich ein Grafiktablett detaillierter arbeiten lässt. Die meisten Smartphones sind zudem deutlich kleiner als Grafiktabletts. Präzise Arbeiten werden dadurch erschwert.

Welche Zeichentabletts sind für Einsteiger, Fortgeschrittene oder Profis geeignet?

Oft wird gesagt, dass Grafiktabletts mit Monitor wegen des deutlich höheren Anschaffungspreises eher für Fortgeschrittene und Profis geeignet sind. Anfänger sollten hingegen fürs Erste mit einem günstigeren Modell ohne Bildschirm auskommen.

Der Verzicht auf ein Display macht es möglich ein sehr gutes Tablett zu einem Preis zu bekommen, der angenehmer für Einsteiger ist. Wenn du auch als Anfänger bereit bist mehr Geld zu investieren sei gesagt: Es gibt keine Eigenschaften eines Grafiktabletts aus denen nicht auch Anfänger direkten Nutzen ziehen können.

Grundsätzlich ist also jedes Zeichentablett auch für Anfänger geeignet, wenn du bereit bist den jeweiligen Preis zu zahlen. Profis hingegen werden sich vermutlich meist für Geräte mit Display entscheiden, um eine möglichst präzise Arbeit einreichen zu können.

Sind Zeichentabletts auch für Linkshänder geeignet?

Grundsätzlich kann man sagen, dass jedes Grafiktablett sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet ist.

Das Zeichnen auf einem Tablett ist diesbezüglich mit dem Zeichnen auf Papier vergleichbar. Allein bei der Anordnung möglicher Funktionstasten könnte eine Bevorteilung von Rechtshändern stattfinden. Das sollte aber zu keinen zu großen Problemen führen. Manche Geräte verfügen auch über einen Linkshänder-Modus, der sich der möglichen Problematik mit den Express Keys annimmt.

Wo kannst du Grafiktabletts kaufen?

Grafiktabletts wirst du in vielen Elektronikfachgeschäften finden. Eine größere Auswahl und bessere Vergleichbarkeit bietet in den meisten Fällen wohl aber das Internet. In den folgenden Online-Shops wirst du fündig werden:

  • Amazon
  • Saturn
  • Mediamarkt
  • eBay
  • Otto
  • Real
  • Online-Shops der Hersteller

Jedes Produkt, das auf dieser Seite vorgestellt wird, wird mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen. So kannst du sofort zuschlagen wenn du ein Grafiktablett findest, das deinen Vorstellungen entspricht.

Was kostet ein Grafiktablett?

Grafiktabletts gibt es in verschiedensten Preisklassen von ca. 30 Euro bis zu 3.000 Euro. Einen vierstelligen Betrag musst du aber nicht ausgeben, wenn du nicht unbedingt das neueste und beste von Allem haben möchtest. Für einen niedrigen bis mittleren dreistelligen Betrag kannst du bereits ein sehr gutes Grafiktablett bekommen.

Die günstigsten Tabletts um die 30 Euro sind meistens nur zum Digitalisieren von Handschrift und kleinen Skizzen geeignet. Bei Tabletts um die 70-100 Euro ist bereits ein deutlicher Qualitätssprung zu spüren und du kannst schon gut eigene Grafiken erstellen und bearbeiten.

Ein eigenes Display am Tablett bedeutet einen großen Kostensprung. Die günstigsten Modelle mit Monitor gibt es für 300 Euro, wobei die Grenzen nach oben hier relativ offen sind.

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Je nach Qualität und Funktion gibt es Grafiktabletts in verschiedenen Preisklassen. Sie bewegen sich im zwei- bis vierstelligen Bereich. (TeroVesalainen / pixabay.com)

Entscheidung: Welche Arten von Grafiktabletts gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen zwei Arten von Grafiktabletts unterscheiden:

  • Grafiktabletts ohne Display
  • Grafiktabletts mit Display

Beide Varianten bringen Vor- und Nachteile mit sich, die sich darauf auswirken, wie du auf deinem Tablett zeichnen kannst.

Je nach deiner bevorzugten Arbeitsweise und Bereitschaft Geld zu investieren kann entweder ein Zeichentablett mit oder ohne Bildschirm besser für dich geeignet sein. Im Folgenden Abschnitt möchten wir dir helfen herauszufinden, welche Art von Grafiktablett am besten für dich geeignet ist.

Hierzu stellen wir dir die beiden oben genannten Arten von Grafiktabletts vor und zeigen dir übersichtlich die jeweiligen Vor- und Nachteile auf.

Wie funktioniert ein Zeichentablett ohne Display und worin liegen seine Vor- und Nachteile?

Der große Vorteil von Zeichentabletts ohne Display ist der meist deutlich geringere Anschaffungspreis. Wenn du also darauf bedacht bist dir ein relativ preiswertes Gerät zuzulegen, wirst du eher bei einem Modell ohne Monitor fündig werden.

Bei einem Zeichentablett ohne eigenem Display erfolgt zunächst eine Eingabe auf dem Tablett. Dabei kannst du für die Eingabe einen digitalen Stift nutzen. Das Ergebnis wird dann auf dem Bildschirm eines verbundenen Computers angezeigt, da das Tablett ja keinen eigenen Bildschirm besitzt.

Eine Verbindung zwischen Tablett und Computer kann dabei über unterschiedliche Anschlüsse hergestellt werden. Der am häufigsten verwendete Anschluss bei Grafiktabletts ist USB. HDMI- und VGA-Anschlüsse kommen aber ebenfalls öfter vor. Besonders hochwertige Produkte lassen sich zudem kabellos über WLAN verbinden.

Wie man es schon von Smartphones, Fernsehern etc. kennt, kann es zu einer großen Anstrengung für die Augen werden lange Zeiten auf einen hell leuchtenden Bildschirm zu gucken. Ein Zeichenpad ohne Display kann demnach deine Augen bei langen Arbeiten schonen, da du nur mit einem anstatt zwei hellen Displays arbeitest.

Der Verzicht auf einen Bildschirm heißt zudem: Das Grafiktablett kann leichter und energiesparender sein. Auch die Größe spielt eine etwas weniger entscheidende Rolle wie bei Grafiktabletts mit Display. Somit sind Vertreter ohne Bildschirm tendenziell handlicher.

Vorteile
  • Relativ günstig
  • Tendenziell handlicher und leichter
  • Geringere Augenbelastung
  • Stromversorgung durch Computer
Nachteile
  • Längere Umgewöhnungszeit
  • Anforderung an Hand-Auge-Koordination
  • Nur zusammen mit Computer einsetzbar

Die Tatsache, dass man die Zeichnungen nicht direkt dort sieht wo man sie zeichnet, erfordert zunächst eine gewisse Eingewöhnungszeit. Vergleichsweise hohe Anforderungen an die Hand-Auge-Koordination werden gestellt. Das liegt einfach daran, dass man es nicht gewohnt ist auf der einen Fläche (Grafiktablett) zu zeichnen, aber auf einer anderen Fläche (Computer-Bildschirm) die Ergebnisse zu sehen.

Dies sollte jedoch nur zu Beginn ein kleineres Problem darstellen. Der Maus-Cursor, der auf dem Computer-Bildschirm angezeigt wird, zeigt dir jederzeit wo du den Stift gerade hältst. Übrigens funktioniert das auch, wenn du den Stift nur leicht über die Oberfläche des Tabletts hältst. So vermeidest du Schmierereien, wenn du doch mal die Orientierung verloren hast.

Wie arbeitet man mit einem Grafiktablett mit Bildschirm und worin liegen seine Vor- und Nachteile?

Der Grund für die hohe Beliebtheit von Zeichenpads mit Bildschirm liegt darin, dass sie dem Zeichnen auf Papier viel näher kommen. Jeder Strich wird sofort dort sichtbar wo man ihn gezogen hat. Somit ist die Umgewöhnung von Papier auf Tablett einfacher als bei einem Modell ohne Bildschirm. Das Zeichnen auf Geräten mit Bildschirm ist einfach intuitiver.

Die Funktionsweise eines Grafiktabletts mit Bildschirm unterscheidet sich nicht großartig von denen ohne Display. Auch hier können Eingaben mit Digitalstift oder den Fingern auf der drucksensitiven Zeichenfläche des Tabletts gemacht werden. Anders als beim Zeichenpad ohne Bildschirm wird das Ergebnis jedoch direkt auf dem Tablett sichtbar.

Eine Verbindung zu einem Computer ist also nicht zwingend erforderlich, um deine Kunstwerke betrachten zu können. Hier muss jedoch weiter zwischen Modellen unterschieden werden, die vollständig autark funktionieren und solchen, die immer noch eine Verbindung zu einem Computer benötigen. Die Mehrzahl an Grafiktabletts mit Bildschirm muss weiterhin zusammen mit einem Computer betrieben werden.

Ist das Zeichentablett vollständig ohne Computer einsetzbar bedeutet das eine erhöhte Mobilität und Flexibilität. Du bist nicht an einen Arbeitsplatz gebunden, sondern kannst auch mal in der Natur oder während längerer Reisen in der Bahn malen. Auch musst du nicht jedes Mal den Computer hochfahren, was bei älteren Geräten gerne mal etwas länger dauern kann.

Vorteile
  • Intuitivere Bedienung
  • Näher am Zeichnen auf Papier
  • Mobilität und Flexibilität (autarke Systeme)
  • platzsparend (autarke Systeme)
Nachteile
  • Relativ teuer
  • Bei zunehmender Größe unhandlicher und schwerer
  • Höhere Augenbelastung
  • Externe Stromquelle nötig (autarke Systeme)

Ist dein Arbeitsplatz nicht besonders groß? Ein eigenständig laufendes Grafiktablett mit Bildschirm kann hier die Lösung sein möglichst platzsparend zu arbeiten, da du nicht noch einen zusätzlichen PC brauchst.

Nicht zu vergessen ist jedoch, dass ein autarkes Gerät eine externe Stromversorgung, beziehungsweise einen Akku benötigt. Es könnte also auch mal vorkommen, dass das Zeichentablett während der Arbeit bei niedrigem Akkustand herunterfährt und dabei möglicherweise ein Teil deiner Arbeit verloren geht.

Ein Grafiktablett mit Bildschirm ist zwar teurer als eines ohne Bildschirm. Dafür fällt das Zeichnen aber intuitiver und damit vor allem in der Anfangszeit auch einfacher.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Grafiktabletts vergleichen und bewerten

Die folgenden Faktoren sollen dir dabei helfen Grafiktabletts vergleichen und bewerten zu können. So kannst du leichter entscheiden, welches Tablett für dich geeignet ist.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Die Frage „Mit oder ohne Display?“
  • Größe der aktiven Fläche
  • Abmessungen und Gewicht
  • Farbe
  • Auflösung
  • Display-Auflösung
  • Druckstufen
  • Multitouch
  • Express Keys
  • Anschlüsse
  • Kompatibilität
  • Erkennen des Neigungswinkels

In den folgenden Abschnitten erklären wir dir jeden dieser Faktoren. So kannst du die jeweiligen Werte und Eigenschaften eines Tabletts besser einordnen.

Die Frage „Mit oder ohne Display?“

Auf die Frage nach einem Display auf dem Grafiktablett sind wir weiter oben bereits im Detail eingegangen. Trotzdem sei an dieser noch einmal betont, dass diese Frage wohl das wichtigste Kriterium vor dem Kauf eines Grafiktabletts ist. Ob dein Grafiktablett mit einem eigenen Display ausgestattet ist wird sich in hohem Maße darauf auswirken, wie du mit deinem Tablett arbeiten wirst.

Ist es für dich wichtig dem Zeichnen auf Papier, Leinwänden und Ähnlichem möglichst nahe zu kommen solltest du dich näher mit Grafiktabletts mit Display auseinandersetzen. Nur bei solchen Geräten werden deine Zeichnungen dort sichtbar, wo du sie zeichnest.

Möchtest du hingegen nicht so viel Geld investieren, sind Grafiktabletts ohne Display für dich interessanter. Ein eigenes Display stellt bei Grafiktabletts einen großen Preisfaktor dar und nach einer Zeit der Gewöhnung ist das Fehlen eines Displays meistens kein Problem mehr.

Größe der aktiven Fläche

Zeichenpads gibt es in unterschiedlichen Größen. Welche Größe für dich optimal ist hängt vor allem davon ab, zu welchem Zweck du das Tablett nutzen möchtest. Es sollte aber auch berücksichtigt werden, dass ein größeres Tablett mehr Platz auf dem Schreibtisch oder in der Tasche einnimmt.

Kleinere Modelle haben eine Zeichenfläche, die der Größe A6 oder A5 entspricht. Wenn du hauptsächlich an einer einfachen Bedienung des Computers und der Erstellung von Skizzen interessiert bist, ist dies die richtige Größe für dich.

Möchtest du darüber hinaus auch detailliertere Grafiken erstellen oder bearbeiten ist eine größere Zeichenfläche der Größe A4 oder A3 besser für dich geeignet. Hast du ein Tablett der Größe A4, entspricht dies wahrscheinlich auch genau der Größe deines Druckerpapiers. So hast du eine genauere Vorstellung davon, wie eine Kopie aussehen wird, die du zu Hause ausdruckst.

Achte aber darauf, dass sich die Größenangaben hier nur auf die aktive Zeichenfläche beziehen. Das gesamte Tablett wird noch einmal etwas größer ausfallen.

grafiktablett

Für einfache Aufgaben genügt auch ein kleines Grafiktablett. Für detaillierte Grafiken sollte die aktive Fläche jedoch größer sein.

Abmessungen und Gewicht

Neben der Größe der Zeichenfläche solltest du auch die gesamten Abmessungen und das Gewicht des Grafiktabletts beachten. Beides wird sich auf die Handlichkeit des Tabletts auswirken.

Je nachdem wie groß dein Arbeitsplatz ist, bzw. wie viel Platz dir dort noch zur Verfügung steht, kannst du zu einem größeren oder platzsparenden Produkt greifen. Möchtest du gerne mobil bleiben, solltest du auf zu große Modelle verzichten. Größere Zeichentabletts haben tendenziell auch ein höheres Gewicht und sind schwerer zu transportieren.

Da beispielsweise ein Blatt Papier sehr dünn ist, könnte sich das Zeichnen auf einem zu dicken Zeichenpad zudem unnatürlich anfühlen.

Farbe

Welche Farbe du für dein Zeichentablett bevorzugst ist natürlich eine rein persönliche Entscheidung. Die Farbauswahl ist bei den meisten Modellen jedoch nicht sehr groß. Schwarz ist die dominierende Farbe über alle Hersteller hinweg, auf den nächsten Plätzen folgen die Farben Weiß und Blau. Wie wichtig dir diese Eigenschaft im Vergleich zu den anderen ist bleibt dir überlassen.

Auflösung

Wie so oft gilt auch hier, dass eine höhere Auflösung der Zeichenfläche besser ist. Je höher die Auflösung, desto präziser werden deine Bewegungen mit dem Stift auf dem Tablett umgesetzt.

Die Einheit, in der die Auflösung eines Grafiktabletts angegeben wird (lpi), stammt aus der Drucktechnik. Lpi steht für „lines per inch“ und heißt so viel wie „Linien pro Zoll“. Je höher die Auflösung der Zeichenfläche ausfällt, desto näher liegen die einzelnen Druckpunkte zusammen, sodass mehr Präzision gewährleistet werden kann.

Wenn dir die  Auflösung der aktiven Fläche besonders wichtig ist, solltest du dir Grafiktabletts mit mindestens 5080 lpi genauer anschauen. Dieser Wert wird von hochwertigen Tabletts, aber bereits auch von einigen Modellen zum Einsteigerpreis geboten.

Display-Auflösung

Verfügt das Grafiktablett über ein Display ist natürlich auch dessen Auflösung von Interesse. Eine höhere Auflösung sorgt dafür, dass deine Ergebnisse klarer angezeigt werden können. Eine detailliertere Sicht auf deine Ergebnisse erlaubt es dir ebenfalls detaillierter zu arbeiten. Außerdem möchtest du den Lohn deiner Arbeit ja auch möglichst schön zu sehen bekommen.

Anders als bei der Auflösung der Zeichenfläche wird die Auflösung des Display in DPI angegeben. DPI steht für „dots per inch“ und bedeutet so viel wie „Punkte pro Zoll„. Eine Auflösung von 1920 x 1080 DPI sorgt für Full HD auf deinem Tablett-Bildschirm. Bei Modellen zum Einsteigerpreis fällt die Auflösung jedoch meistens etwas geringer aus.

Druckstufen

Die Drucksensitivität eines Zeichentabletts ist ein wichtiger Baustein dafür das Gefühl des „echten Zeichnens“ zu simulieren. Wenn du mit einem Bleistift mehr Druck auf ein Blatt Papier ausübst wird der Strich dicker werden. Dieser Effekt soll auch auf das Tablett übertragen werden.

Im Grunde genommen kann man sagen: Je mehr Druckstufen ein Zeichentablett abbilden kann desto besser. Interessant dabei ist aber auch, wie die einzelnen Empfindlichkeitsstufen programmiert sind. Zu Letzterem findet man in den Produktspezifikationen leider eher keine Informationen.

Natürlich drückt sich eine höhere Drucksensitivität auch in einem höheren Preis aus, sodass du persönlich abwägen solltest, ob dir die zusätzliche Sensitivität der Preis wert ist. Die meisten Grafiktabletts sind mit 2048 Druckstufen ausgestattet, 1024 Stufen sind das Mindestmaß was eingehalten werden sollte.

Multitouch

Die Möglichkeiten einer Multitouch-Eingabe sind den meisten Menschen von ihrem Smartphone bekannt. Das Heran- und Herauszoomen mit zwei Fingern, das Drehen eines Bildes und vieles mehr ist dank Multitouch auch auf einem Grafikbrett möglich.

Zudem kannst du andere Befehle wie ein Programm zu starten oder einen Ordner zu öffnen einfach über den Touchscreen des Displays eingeben, wenn dieses über Multitouch verfügt. Gerade was Tabletts mit Display angeht sind wir es mittlerweile gewohnt mit Multitouch umzugehen. Entsprechend schade wäre es darauf verzichten zu müssen.

Nebenbei wird so auch das Malen mit den Fingern ermöglicht. Möchtest du doch wieder mehr Präzision in deiner Arbeit sehen, kannst du trotzdem jederzeit den Stift zur Hand nehmen. Übrigens können theoretisch sowohl Tabletts mit als auch ohne Display fähig sein Multitouch-Eingaben umzusetzen.

Express Keys

Viele Grafiktabletts besitzen einige Express Keys, die neben der Zeichenfläche angebracht sind. Über sie kannst du wichtige Eingaben (z.B. wechseln zwischen Stift- und Radierfunktion) noch schneller und einfacher machen.

Neben der Frage ob das jeweilige Tablett überhaupt über Tasten verfügt ist ebenfalls interessant, ob du diese selbst programmieren kannst. Umprogrammierbare Express Keys gestatten es dir genau die Befehle auf die Tasten zu legen, die du persönlich sehr oft nutzt, oder ansonsten nur sehr umständlich nutzen kannst. Sie tragen somit dazu bei, das Tablett genau deinen Ansprüchen anzupassen.

In manchen Fällen hat auch der Stift noch zusätzliche Tasten. Diese können beim Arbeiten mit dem Tablett, je nach deinen Präferenzen, noch leichter zu bedienen sein als jene neben der Zeichenfläche.

Außerdem unterscheiden einige Hersteller noch die beiden Begriffe „Express Keys“ und „Funktionstasten“. Während die Express Keys tatsächliche Tasten darstellen, die man drücken kann, sind Funktionstasten dann oft zusätzliche Felder auf dem Tablett, die du über einfache Berührungen anwählen kannst.

Anschlüsse

Die Frage nach den Anschlüssen ist gerade dann wichtig, wenn das jeweilige Grafiktablett nur zusammen mit einem Computer betrieben werden kann. Der gängigste Anschluss ist USB. HDMI, VGA, DVI oder eine kabellose Variante über WLAN sind jedoch auch vertreten.

Durch eine WLAN-Verbindung herrscht weniger Kabelsalat am Arbeitsplatz. Außerdem kann eine Verbindung zum Internet bei eigenständig funktionierenden Geräten theoretisch auch abseits von Grafikanwendungen genutzt werden.

Wer jedoch auch mal an Orten zeichnen möchte, an denen keine stabile Internet-Verbindung gewährleistet ist, verlässt sich lieber auf USB- oder andere Kabelanschlüsse. Dazu ist zu sagen, dass die meisten Zeichentabletts eine Kabelverbindung zum Computer voraussetzen.

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Um dein Grafiktablett mit deinem Computer zu verbinden braucht es ein Kabel oder eine WLAN-Verbindung. Am gängigsten sind USB-Anschlüsse. (Foto: pixabay / pexels.com)

Kompatibilität

Wenn du dich dazu entschlossen hast dir ein Grafiktablett zuzulegen, sollte dieses natürlich auch mit deinem Computer zusammen arbeiten können.

Darum informiere dich vor dem Kauf, ob das jeweilige Tablett mit einem Windows PC, Apple Computer (Mac), oder sonstigem Betriebssystem wie Linux oder Android kompatibel ist.

Die meisten Zeichentabletts sind aber standardmäßig mit Windows und Mac vereinbar. Du musst dir deswegen also keine allzu großen Sorgen machen. Zur Kompatibilität mit Linux Betriebssystemen wird meist keine Angabe gemacht. Im Zweifel fragst du besser beim Hersteller nach.

Erkennen des Neigungswinkels

In welchem Winkel du einen Bleistift über dem Papier hältst hat Einfluss darauf wie die Zeichnung aussehen wird. Um dem Gefühl des „echten Zeichnens“ näher zu kommen, wäre es schön wenn der Digitalstift diesen Effekt nachbilden kann.

Darüber hinaus sollte der Digitalstift gut in der Hand liegen und vom Gewicht, der Größe und dem Material einem hochwertigen Stift ähneln. Hierbei spielen persönliche Präferenzen natürlich eine große Rolle.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Grafiktablett

Wo gibt es Übungen und Tutorials für Grafiktabletts?

Hilfreiche Tipps und Tricks sind besonders für Anfänger interessant. Doch auch für Fortgeschrittene lassen sich einige Übungen oder Tutorials im Internet finden.

Viele Videos findest du auf Youtube oder auf Seiten, die sich auf Tutorials für Grafiktabletts beziehungsweise einzelne Grafikprogramme spezialisiert haben. Dafür musst du nicht zwingend englisch verstehen können, da es auch viele deutschsprachige Angebote gibt.

Hier und hier findest du Übungen, die im Allgemeinen auf das Zeichnen mit Grafiktabletts eingehen.

Diese Seite beschäftigt sich mit den vielen verschiedenen Grafikprogrammen und damit wie sie zu nutzen sind.

Manga zeichnen auf dem Grafiktablett

Mangas sind so etwas wie das japanische Gegenstück zum Comic. Sie erzählen eine Geschichte mit Zeichnungen und den typischen Sprechblasen und werden meistens in schwarz und weiß gehalten.

Mangas sind auch in westlichen Kulturkreisen immer beliebter geworden. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung haben die vielen Anime-Serien, die oft auf Mangas basieren. Einige erfolgreiche Beispiele sind Dragonball, One Piece, Naruto und Detektiv Conan.

Viele Fans der Serien oder Bücher möchten nun auch eigenen Zeichnungen im Manga-Stil erstellen. Hierzu kann ein Grafiktablett wunderbar eingesetzt werden. Wenn du nun auch im Manga-Stil zeichnen möchtest, kann dir diese Seite bei den ersten Schritten helfen.

Welche Treiber brauchst du für ein Zeichentablett und wie kannst du das Tablett einrichten?

Im Normalfall werden benötigte Treiber immer zusammen mit dem Tablett geliefert, sodass du dich nicht darum kümmern musst.

Sollten die Treiber doch mal nicht in der Lieferung enthalten sein, ist deine nächste Anlaufstelle die Homepage des Herstellers. Dort sollten ebenfalls alle benötigten Treiber zum Download zur Verfügung stehen. Suche dort einfach anhand deiner Modellbezeichnung oder genauen Produktnummer nach den Treibern.

Ein Einrichten des Zeichentabletts vor dem ersten Gebrauch ist unerlässlich. Beachte hierzu bitte die Betriebsanleitung des Herstellers. In der Folge kannst du z.B. in Photoshop noch einstellen wie die Deckkraft und Größe des Pinsels ausfallen sollen. Speziellere Einstellungen wie ein Farbverlauf je nach ausgeübtem Druck sind ebenfalls möglich.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://www.itwissen.info/Grafiktablett-digitizing-tablet.html


[2] https://www.grafiktabletts-test.de/wissenswertes/

Bildquelle: Pixabay.com / PIX1861

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