Willkommen bei unserem großen Prozessor Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Prozessoren. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Prozessor zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Prozessor kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Prozessor ist das Herzstück von Personal Computer und Notebooks, er ist für die Ausführung der (Rechen)aufgaben zuständig.
  • Seine Leistungsfähigkeit hängt unter anderem von der Anzahl der Kerne, von der Taktrate (in GHz) sowie vom Cache ab.
  • Es kann zwischen Prozessoren für Office-PCs, Mittelklasse Prozessoren sowie High-End und Gaming Prozessoren unterschieden werden.

Prozessor Test: Das Ranking

Platz 1: AMD Ryzen 7 1700X Prozessor

Platz 2: AMD Ryzen 5 1600x Prozessor

Platz 3: Intel Core I7-2600K LGA1155

Platz 4: AMD Ryzen 5 1400 Prozessor

Platz 5: Intel Core i7-8700K Processor

Platz 6: Intel Core i5-8400 2,80GHz Boxed CPU

Platz 7: INTEL Core i7-5820K 3,3GHz LGA2011V3

Platz 8: AMD AD860KXBJASBX Prozessor Silber

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Prozessor kaufst

Was ist die Aufgabe von einem Prozessor und wie ist er aufgebaut?

Der Prozessor oder CPU (Central Processing Unit) wird oft als Herzstück des Computers bezeichnet, da er in einem regelmäßigen Rhythmus (Taktfrequenz) arbeitet. Es ist ein wenige Quadratzentimeter großes Bauelement, das hochintegrierte Schaltkreise zur Steuerung des Computers und zur Datenberechnung enthält.

Prozessor

Damit CPUs nicht zu heiß werden, sind Kühllösungen wie Lüfter sehr wichtig. (Foto: tookapic / pixabay.com)

Ein Prozessor treibt die Algorithmen voran, in dem er Befehle entgegennimmt, dekodiert und ausführt. Da er also für die Berechnungen im Computer zuständig ist, wird er oft auch mit dem Gehirn verglichen. Je schneller der Takt, desto schneller kann er Befehle verarbeiten.

Der klassische Aufbau eines CPUs ist:

  • Rechenwerk (Arithmetic Logic Unit, ALU),
  • Steuer- oder Leitwerk
  • Speichercontroller bzw. Memory Management Unit
  • Cache (Speicher) sowie
  • Datenleitungen (Busse) für die Kommunikation

Wo ist der Prozessor untergebracht?

Der CPU sitzt auf einem Sockel, d.h. einer rechteckigen Steckplatzvorrichtung, die an der Hauptplatine angebracht ist. Oberhalb von Sockel und Prozessor ist meist ein Lüfter angebracht.

Was kostet ein Prozessor?

Das kommt auf die Leistungsklasse an. Absolute Einstiegs-CPU (zum Beispiel Intel Celeron oder Pentium) bekommst du ca. von 40 bis 100 Euro. Für Allrounder zahlst du ungefähr 100 bis 200 Euro. High-End CPUs bekommst du ab 200 Euro, wobei du für bessere Varianten schon um die 300 Euro ausgeben solltest. Absolute Spitzenmodelle wie Ryzen Threadmaster von AMD oder Core i9 von Intel kosten momentan noch viel mehr.

Worin unterscheidet sich ein Prozessor für Notebooks und für Desktop PCs?

Die notwendigerweise kompakte Bauweise in Laptops und die Anforderung der Mobilität bedeuten für Hardwarehersteller Probleme mit der Kühlung und dem Energieverbrauch. Desktop Prozessoren haben den Vorteil, dass mehr Platz für Kühler zur Verfügung steht.

Zudem sind Desktop Computer ständig mit dem Stromnetz verbunden. Ein hoher Energieverbrauch ist da nicht so dramatisch wie bei Laptops, die ja möglichst lange ohne Netzverbindung nur per Akku laufen sollten.

Mittlerweile sind sie jedoch zumindest die Prozessoren von Gaming Laptops ihren Desktop Pendants oft fast ebenbürtig. In ultraflachen Notebooks sowie in billigen Office Laptops werden dennoch meist schwächere Prozessoren eingebaut, da sie energiesparender sind sowie weniger heiß werden.

Was bedeutet Prozessor Taktfrequenz?

Die Taktfrequenz ist der Rhythmus mit dem der Prozessor einen einfachen Befehl wie zum Beispiel eine Addition verarbeiten kann. Sie wird in Hertz angegeben, wobei ein Hertz 1 Takt pro Sekunde bedeutet. Je höher die Taktfrequenz des Prozessors ist, desto schneller ist grundsätzlich der Computer, weil das Rechenwerk mehr Befehle in einer bestimmten Zeit verarbeiten kann.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Taktfrequenz (in GHz), desto schneller ist die CPU. In der Praxis hängt die Leistungsfähigkeit jedoch von zahlreichen anderen Elementen, wie unter anderem der Anzahl der Kerne oder des Caches ab.

Bedenke jedoch, dass die Taktfrequenz bei weitem nicht die einzige Größe ist, von der Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit abhängen. Aktuelle CPUs haben eine Taktfrequenz von mehreren Gigahertz (GHz = Milliarden Hertz).

Was ist der Cache beim Prozessor?

Beim Prozessor-Cache handelt es sich um einen Puffer-Speicher, der mittlerweile meist direkt am Prozessor angebracht ist. Es ist ein rascher Zwischenspeicher, der dafür sorgt, dass der Prozessor nicht ständig auf den langsamen Arbeitsspeicher zugreifen muss. Dies tut er erst, wenn er im Cache nicht fündig wird. Größe und Schnelligkeit des Caches sind somit auch wichtig für die CPU-Power.

Tatsächlich haben Prozessoren meist zwei oder drei Cache Levels. Je näher ein Speicherlevel am Rechnerkern bzw. am Register ist, desto schneller kann darauf zu gegriffen werden. Der schnelle Cache von Level 1 hat so zum Beispiel die am häufigsten benötigten Befehle und Daten gespeichert. Je niedriger und schneller ein Cache-Level ist, desto weniger Speicherplatz stellt es auch bereit.

Cache-Kohärenz-Protokolle sorgen bei Systemen mit mehr Kernen und mehreren CPU-Caches dafür, dass Datenuniformität besteht und es zu keinen dauerhaften Inkonsistenzen kommt.

Die Memory Management Unit (MMU) Unit übersetzt die virtuellen Adressen in reale und verwaltet den Zugriff auf den Arbeitsspeicher.

Was sind Threads beim Prozessor?

In Bezug auf den Prozessor handelt es sich bei Threads um virtuelle Kerne. Ein Vierkern-Prozessor, der so genanntes Hyperthreading unterstützt, kann dem System acht virtuelle Kerne anbieten. Durch Hyperthreading kann also die Kernanzahl quasi verdoppelt und die Leistungsfähigkeit somit vermehrt werden.

Acht physische Kerne sind aber dennoch leistungsfähiger als acht virtuelle. Threads teilen sich nämlich manche Ausführungseinheiten der physischen Kerne. Somit kommt es vor, dass einer warten muss, bis der andere mit der Benutzung fertig ist.

Was bringen mehr Kerne beim Prozessor?

Hersteller schließen heutzutage meist mehrere CPU-Kerne zusammen. Die einzelnen Kerne arbeiten dabei unabhängig voneinander und weisen eigene Recheneinheiten und Register auf, lediglich Busse und Teile des Caches werden geteilt.

Prozessor

CPUs werden am Sockel mit einem Hebel fixiert. (Foto: alyssonrock / pixabay.com)

Da sich die Kerne die die Arbeit untereinander aufteilen und parallel arbeiten, kann die Leistungsfähigkeit oft vervielfältigt werden. In wie weit dies jedoch in der Praxis möglich ist, hängt davon ab, wie gut die Software parallelisiert und wie viele Kerne sie unterstützen kann. Games unterstützen zurzeit vor allem Rechner mit vier Kernen, wobei solche mit acht Kernen als Investitionen in die Zukunft gelten können.

Ob mehr Kerne einen Leistungszuwachs bringen, hängt von der Aufgabe und wie weit sie sich parallelisieren lässt ab.

Rechner mit mehreren Kernen zahlen sich auch bei viel Multitasking aus, zum Beispiel wenn du auf einem Monitor ein Spiel laufen lässt und gleichzeitig an einem zweiten Internetseiten und Anwendungen verwendest. Auch wenn du 3D-Rendering oder Videobearbeitung betreibst oder dich mit hochauflösenden Audiodaten beschäftigst, bringen dir Mehrkerner einen Vorteil.

Bei anderen Anwendungen kann die Leistungsfähigkeit des Prozessors jedoch viel besser durch die Erhöhung der Taktfrequenz vermehrt werden. Die tatsächliche Leistungssteigerung, die eine Mehrzahl an Kernen bringt, muss also immer konkret von Fall zu Fall betrachtet werden.

Worauf sollte ich bei einem Prozessor achten?

Zurzeit kommen fast nur Prozessoren der Firmen Intel und AMD zum Einsatz. Die Produktnamen sagen dir bereits viel über die Eigenschaften der Prozessoren aus. Dies soll im Folgenden an der sehr prominenten Prozessoren Familie Intel Core i demonstriert werden. Wenn die CPU zum Beispiel i7-7700K heißt, bedeutet dies folgendes:

Zeichen Bedeutung
i7

Mit den ersten beiden Zeichen („i“ + Nummer) wird am Beginn die Leistungsklasse angegeben. Diese bestimmt sich durch mehrere Merkmale wie unter anderem der Anzahl der Kerne, der Unterstützung von Hyperthreading oder der Unterstützung von Turboboost.

Für Gaming Notebooks werden meist mindestens i5 (=obere Mittelklasse) oder besser noch i7 (High End) Prozessoren vorgeschlagen, für Mittelklasse Pcs i3. Höher ist hier zwar grundsätzlich besser, jedoch reicht die Leistungsklasse noch nicht für die absolut verlässliche Leistungsbestimmung.

7

Auf die Leistungsklasse folgen vier Ziffern, deren erste für die Prozessorgeneration steht. Höhere Nummern bedeuten hier eine spätere Generation und sind wieder grundsätzlich besser.

Die neueste Prozessoren Generation ist die achte mit den Leistungsklassen i3, 5, i7 und i9.

700 Die darauf folgenden drei Ziffern der Modellnummer geben die Artikelnummer wieder, die durch andere Ausstattungsmerkmale und das Erscheinungsdatum bestimmt wird.
K

Du solltest jedoch noch unbedingt, die Buchstabenanhängsel nach der Modellnummer beachten.

Bei Desktop CPUs bedeutet kein Suffix eine Standardausführung. „T“-Modelle haben eine niedrigere Taktrate und eignen sich für Office-PCs.Das Buchstabenanhängsel „K“ steht für Unlocked, was einen offenen Taktmultiplikator bedeutet (nur bei i3, i5, i7 und bestimmten Pentiums). Das ermöglicht eine Erhöhung der Leistung und wird vor allem fürs Gaming benützt.

Bei Notebook Prozessoren steht „U“ für eine besondere Sparsamkeit, die Taktrate ist niedriger. Die Kürzel „HK“ und „HQ“ stehen dagegen für High Performance Graphics Unlocked bzw. High Performance Graphics Quad und zeigen eine besonders hohe Leistung für Gaming Notebooks an.

Für Office PC bietet Intel oft Prozessoren aus der Celeron oder Pentium Familie an.

Auch bei AMD lässt sich die grundsätzliche Leistungsfähigkeit oft am Namen erkennen. So gibt es beim Ryzen z.B. für den absoluten High-End Bereich den Threadripper und darunter jeweils AMD Ryzen 7, AMD Ryzen 5 (Mittelklasse) und AMD Ryzen 3 (Office PC).

Gefolgt wird diese Bezeichnung von einer vierstelligen Modellnummer. Je höher diese Nummer ist, desto leistungsfähiger ist das einzelne Modell. Das Suffix „X“ bedeutet einen etwas höheren Basistakt sowie eine bessere Unterstützung des Boost Systems XFR.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Prozessoren

Was bedeutet Boxed und Tray?

Eigentlich sind nur Boxed-Prozessoren für den Einzelhandel gedacht. Sie werden mitsamt Handbuch und Herstellergarantie und meist auch mit Kühler verkauft.

Tray CPUs sind eigentlich für große Computerhersteller vorgesehen, sie finden jedoch mitunter auch den Weg in den Einzelhandel. Sie werden jedoch ohne Herstellergarantie, Anleitung oder Kühler ausgeliefert, weshalb sie trotz der etwas niedrigeren Preise nicht zu empfehlen sind.

Wenn du einen Prozessor einzeln kaufst, so kannst du oft zwischen Boxed oder Tray Versionen entscheiden. Trotz des etwas höheren Preises ist dabei Boxed zu empfehlen. Da diese CPUs für den Einzelhandel bestimmt sind und auch inklusive Garantie vertrieben werden.

Was bringt ein Übertakten beim Prozessor?

Durch übertakten kann die Geschwindigkeit der CPU über das vom Hersteller gesetzte Niveau hinaus angehoben werden kann. Dies kann einen Leistungsgewinn bedeuten, birgt jedoch auch Risiken, vor allem wenn es in zu starke Ausmaß betrieben wird.

Im schlimmsten Fall, kann die Hardware beschädigt werden oder es kommt zu Systemabstürzen samt Datenverlust. Um die Leistungsfähigkeit damit stärker zu erhöhen, sind besondere Kühlkörper vonnöten.

Das systemverträgliche overclocken via Multiplikator geht in Windows mit den Tools Intel Extreme Tuning Utility und AMD Overdrive Utility. Jedoch erlauben das nur Intel Prozessoren mit den Suffix „K“ und „X“ sowie alle FX-, K- und Black Edition AMD APUs. Ansonsten ist das Übertakten auch im Bios möglich.

Du solltest dich aber vor dem Übertakten gründlich informieren und falls du dich dafür entscheidest, Schritt für Schritt vorgehen. Nach jeder Erhöhung solltest du mithilfe von Tools für Stresstests und für die Hardwareüberwachung überprüfen, ob noch alles stabil läuft.

Aufgrund der schlechteren Kühlsituation wird meist davon abgeraten, Laptop-CPUs zu übertakten.

Wie baue ich einen Prozessor ein?

Falls du einen Prozessor selbst einsetzen willst, dann musst du bereits beim Kauf der Komponenten darauf achten, dass die CPU zum Sockel deines Mainboards kompatibel ist. Der Sockel 1151 ist z.B. mit der 6., 7. Und 8 Generation der Intel Core, Pentium und Celeron CPUs kompatibel, während der Sockel bestimmte AMD APUs sowie für Ryzen-Prozessoren AM4 heißt.

Um eine CPU einzubauen, musst du zuerst den Hebel am Sockel des Mainboards öffnen und dann den Rechnerchip vorsichtig einsetzen. Sowohl auf dem Prozessor als auch am Sockel sind kleine Pfeile angebracht. Um den Chip richtig einzusetzen, müssen die beiden Pfeile übereinander sein bzw. in dieselbe Richtung zeigen.

Verwende beim Einsetzen keine Kraft, du solltest die CPU ganz einfach mit den Pins nach unten fallen lassen können. Sitzt der Prozessor, so muss der Hebel am Sockel wieder geschlossen werden. Danach sollte ein Tropfen Wärmeleitpaste auf den Prozessor angebracht und verteilt werden. Schlussendlich wird auch der Kühler angebracht.

Im Internet findest du viele bebilderte Anleitungen, die dir für verschiedene Prozessormodelle detailliert mitteilen, auf was du beim Einbau achten solltest.

Prozessor ohne Meltdown und Spectr?

Meltdown („Kernschmelze“) und Spectr (Schreckgespenst) sind zusammenfassende Namen für Sicherheitslücken in Intel, ARM und Apple Prozessoren.

Im Prinzip betrifft das Problem fast alle Intel Rechner. So sind alle Intel-Prozessoren seit 1995 (außer Intel Itanium und Atom vor dem Jahr 2013) durch Meltdown gefährdet. Im Anhang findest du einen Link mit einer Liste sämtlicher Intel CPUs die von Meltdown und Spectre betroffen sind.

AMD PCs sind laut einiger Angaben zumindest von Spectr betroffen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://www.pcworld.com/article/3245508/components-processors/intel-responds-to-the-cpu-kernel-bug.html


[2] Joachim Böhringer/ Peter Bühler/ Patrick Schlaich (2006) Kompendium der Mediengestaltung. Springer.


[3] http://www.computerbild.de/artikel/cb-Tipps-PC-Hardware-eGPU-Docks-externe-Grafikkarten-Laptops-18458357.html


[4] https://www.grundlagen-computer.de/hardware/hardwarekomponenten/cpu-einbau-anleitung-um-einen-prozessor-einzubauen


[5] https://www.pcwelt.de/a/so-wichtig-ist-die-anzahl-der-cpu-kerne-wirklich,3447165

Bildquelle: Alexandru-Bogdan Ghita / unsplash.com

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