Willkommen bei unserem großen Webcam Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Webcams. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich besten Webcam zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Webcam kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Webcam ist eine Kamera für Videokonferenzen und Videochats, die du dir an einen Bildschirm oder Laptop montieren kannst.
  • Prinzipiell unterscheidet man zwischen klassischen Webcams und Netzwerkkameras. Eine Netzwerkkamera kann Video-, und Bildmaterial ohne einen Computer aufnehmen und verarbeiten.
  • Neben dem Preis spielen auch die Auflösung und Bildfrequenz der Videos und Zusatzfunktionen, wie Autofokus, HDR und Zoom, eine wichtige Rolle im Prozess der Entscheidungsfindung.

Webcam Test: Das Ranking

Platz 1: Logitech C920 HD Pro Webcam

Platz 2: Logitubo HD Webcam 1080P/1536P

Platz 3: AUKEY Webcam 1080p Full HD

Platz 4: Logitech C270 HD Webcam (720p)

Platz 5: PAPALOOK PA150 Full HD Web Kamera

Platz 6: Logitech C525 HD Webcam

Platz 7: AUKEY Webcam 2K HD mit Mikrofon

Platz 8: EIVOTOR 720P Webcam

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Webcam kaufst

Worin liegen die Vorteile einer Webcam gegenüber Kameras oder Camcordern?

Alles, was man mit einer Webcam erreichen kann, lässt sich mit zusätzlicher Hardware auch mit professionellen Kameras bewerkstelligen. In den meisten Anwendungsgebieten wie dem Videochat lohnt sich eine bessere Bildqualität aber nicht wirklich.

Das Bild wird bei der Übertragung übers Internet sowieso wieder komprimiert. Zusätzlich stehen den meisten privaten Nutzern nicht genug Bandbreite für bessere Videoqualität zur Verfügung. Zusammengefasst bietet dir eine Webcam Vorteile gegenüber Kameras, Camcordern und der Smartphone Kamera in den folgenden Bereichen:

  • Videokonferenz / Videochat
  • Live Streaming
  • Preiswerter

Was kostet eine Webcam?

Webcams sind beim Kauf wie Computer – es gibt eine enorme Menge an verschiedenen verfügbaren Modellen von extrem günstigen bis zu den High End Geräten. Da du sicherlich nicht für Funktionen bezahlen möchtest, die du nie benutzen wirst, ist es eine gute Idee zu wissen, was du brauchst und was nicht.

Preiswerte Webcams mit SD Videoqualität gibt es bereits ab etwa 15 Euro. Für etwas ansprechendere Nutzer, die neben der Videoqualität auch Wert auf die FPS (Bilder pro Sekunde) legen, gibt es Webcams mit HD und Full HD Auflösung ab etwa 40 Euro. Für die professionelle Anwendung gibt es ab etwa 200 Euro Webcams mit einer 4K-Auflösung.

Typ Preis
SD Webcam ca. 15-30 €
HD Webcam ca. 40-150 €
4K Webcam ab ca. 200 €
SD Netzwerkkamera ca. 40-100 €
HD Netzwerkkamera ab ca. 100-300 €

Netzwerkkameras sind die teurere Alternative zu den Indoorwebcams. SD-Modelle kann man je nach Händler ab etwa 40 Euro erwerben. Für eine Profivideoqualität muss man dann bereits um einiges tiefer in die Taschen greifen. Profigeräte kannst du ab etwa 150 Euro erstehen.

Wo kann man eine Webcam kaufen?

Webcams findet man in beinahe jedem Elektronikgeschäft. In den letzten Jahren werden Webcams aber immer mehr über das Internet bestellt, da man dort eine größere Auswahl hat und die Preise oft niedriger sind.

Einige Anbieter sind:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • Digitec (CH)
  • Saturn
  • Media Markt

Netzwerkkameras können auch gemietet werden, um z. B. eine Baustelle in einer Bilddokumentation festzuhalten. Der Vorteil des Mietens liegt darin, dass eine bereits erprobte Lösung in kürzester Zeit in Betrieb genommen werden kann. Das spart viel Stress und mindert das Investitionsrisiko.

Welches ist die beste Webcam?

Diese Frage lässt sich nicht beantworten, ohne deine Anforderungen an eine Webcam zu kennen. So kann zum Beispiel eine Logitech Brio 4K zwar mit einer hohen Auflösung punkten, eine Razer Stargazer hingegen mit seiner zusätzlichen Funktion, dem 3D Scannen und damit verbundenen entfernen des Hintergrunds ganz ohne Greenscreen.

Alle High End Webcams haben ihre Vor- und Nachteile und wir möchten dir helfen, die beste Webcam für dich zu finden. Weiter unten findest du dazu unsere Übersicht bezüglich verschiedener Kaufkriterien.

Welches sind die wichtigsten Funktionen?

Eine Webcam mit einer guten Auflösung ist unumgänglich – je niedriger die Auflösung, desto körniger erscheint das Bild bei deinem Chatpartner. Eine gute Auflösung für den Start ist 640 x 480px.

Ebenso wichtig wie die Auflösung ist die Bildrate, also die Anzahl Bilder pro Sekunde, die von der Webcam aufgenommen werden können. Webcams mit einer geringen Bildwiederholrate erzeugen ein Bild, das auf dem Bildschirm des Betrachters als ruckeln wahrgenommen wird.

Für Videos sollte man mindestens 24FPS (frames per second) erreichen, besser sind Werte ab 30 und höher.

Für Videochats sehr bedeutend ist der Autofokus. Eine Webcam mit Autofokus kann Personen verfolgen und diese scharf stellen. Gerade für Nutzer, die während Videochats nicht ruhig sitzen können, lohnt sich die zusätzliche Investition.

Kameras in den höheren Preissegmenten bieten auch die automatische Lichteinstellung in dunklen Räumen, Zoomfunktionen und Gesichtserkennung. Die wichtigste dieser drei Funktionen ist natürlich die automatische Lichtregulierung.

Genügt das Mikrofon einer Webcam?

Ob das interne Mikrofon einer Webkamera ausreicht, hängt ganz vom Anwendungsgebiet und den Ansprüchen ab. Grundsätzlich haben kostspieligere Webcams Mikrofone verbaut, mit denen man den meisten Ansprüchen gerecht wird.

Einigen genügt das interne Mikrofon jedoch nicht, da es oft Hintergrundgeräusche aufgreift. Abhilfe schaffen hier schon sehr billige Headsets. Da sich bei einem Headset das Mikrofon viel näher bei der Tonquelle befindet, ist diese klarer zu verstehen und die meisten Nebengeräusche können eliminiert werden.

Für Netzwerkkameras, die als Überwachungskameras verwendet werden, reicht das interne Mikrofon eigentlich aus. Zudem haben IP-Kameras in den seltensten fällen einen Anschluss für externe Mikrofone.

Webcam

Mit einer Webcam macht das Video-Chatten viel mehr Spaß. Quelle: Pixabay.com

Was für ein PC / Mac brauche ich für eine Webcam? (Systemanforderungen)

Für HD-Videokonferenzen sind mindestens 2GB Arbeitsspeicher und ein Dual-Core-Prozessor sehr empfohlen. Aber grundsätzlich werden fast alle Webcams auf jedem halbwegs aktuellen Rechner laufen.

Zu beachten ist vor allem die Kompatibilität zu deinem Betriebssystem, da nicht alle Webcams auf allen Systemen die gleichen Funktionen zur Verfügung stellen (können).

Ebenfalls sehr wichtig ist der sogenannte Connection Type. Vor dem Kauf sollte berücksichtigt werden, wie sich die Webcam mit dem Rechner verbindet. Die meisten Webcams können sich mit einem USB 2.0 Kabel verbinden, andere nutzen bereits USB-C und wenige verbinden sich wireless über das interne Netzwerk oder per Bluetooth.

Was für eine Verbindungsgeschwindigkeit braucht eine Webcam?

Wie viel Bandbreite eine Webcam für einen Videochat benötigt, hängt unter anderem von der Auflösung ab. Bei der Bandbreite zu beachten ist dabei vor allem die Uploadgeschwindigkeit, welche an vielen Orten nicht so hoch wie die Downloadgeschwindigkeit ausfällt.

Typ Empfohlene Geschwindigkeit
Video-Telefonie (SD) 500 Kbit/s
Video-Telefonie (HD) 1,5 Mbit/s

Da Skype eines der bekanntesten Programme für Videotelefonie ist, haben wir ihre empfohlenen Bandbreiten übernommen. Dabei setzt Skype eine minimale Download- und Upload-Geschwindigkeit von 400 kbit/s bei Standardqualität und 1.2 Mbps bei HD-Qualität voraus.

Wenn du nicht weißt, wie viel Bandbreite dir zu Hause zur Verfügung stehen, kannst du das sehr einfach und schnell auf Seiten wie speedtest.net herausfinden.

Für wen eignet sich eine Webcam?

Eine Webcam ist für jeden sinnvoll, der via. Videochat mit Familie oder Freunden in einer anderen Stadt in Kontakt bleiben möchte. Eine Webcam wird auch immer praktischer im geschäftlichen Bereich z. B. bei Job-Interviews, Kundenkontakt oder beim Arbeiten von Zuhause aus. Netzwerkkameras eignen sich für alle, die einen gewissen Bereich überwachen wollen.

Entscheidung: Welche Arten von Webcams gibt es und welche ist die richtige für dich?

Im Großen und Ganzen kann man zwischen zwei verschiedenen Arten Webkameras unterscheiden:

  • Webcam
  • Netzwerkkamera (Outdoorwebcam)

Jeder Typ Webcam hat aufgrund seiner Bauweise andere Stärken und Schwächen. Abhängig davon, welches Ziel du mit der Anschaffung einer Webkamera verfolgst und in welchem Bereich die Webcam seinen Einsatz findet, eignet sich eine andere Art von Webkamera am besten.

Wir möchten dir im folgenden Abschnitt dabei helfen herauszufinden, welche Art von Webcam am besten zu dir passt. Um das so einfach wie möglich zu machen, stellen wir dir die oben genannten Arten von Webcams mit all ihren Vorteilen und Nachteilen vor.

Viele Einsatzmöglichkeiten von Webcams

Der Begriff Webcam ist hier vielleicht etwas irreführend. In dieser Unterteilung ist dabei eine Niedrigpreis Kamera mit Anschluss an den PC gemeint. Meistens werden Webcams verwendet, um in regelmäßigen Abständen Bilder auf einer Website anzubieten, sich bei einem Videochat gegenseitig zu sehen oder offline Foto- und Videoaufnahmen zu erstellen.

Weitere Einsatzgebiete sind unter anderem die Videoüberwachung von Plätzen wie Kinderbetreuungszentren, Büros und privaten Bereichen sowie die Benutzung als günstige Alternative in der Astrofotografie und in den letzten Jahren auch als Livestream Kamera auf Plattformen wie Twitch & Co.

Während in Laptops oft bereits eine Webcam im Bildschirm verbaut ist, schließt man bei einem Desktop Gerät eine Webkamera meist extern über USB an und platziert sie dann auf dem Bildschirm.

Vorteile
  • Viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten
  • Kostengünstig
  • Einfache Bedienung
  • Können Video &amp
  • Bild aufzeichnen
Nachteile
  • Benötigt eine Verbindung zum Rechner
  • Ermöglichen Spionage
  • Meist schlechte Audioqualität

Da diese kleinen Kameras nicht viel kosten, lässt auch die Audioqualität meistens etwas zu wünschen übrig, weshalb bei Videochats / Videokonferenzen oft zu einem externen Headset gegriffen wird.

Webcams sind sehr einfach in der Handhabung und haben den Vorteil, dass man sie nach Gebrauch einfach so stehen lassen kann. Wir empfehlen aber aus Gründen der Spionage und Hackerangriffen die Webcam nach Gebrauch komplett auszuschalten oder abzudecken, aber dazu später mehr.

Was ist eine Netzwerkkamera?

Netzwerkkamera oder auch Internet Protocol (IP) Camera, ist eine Unterart der Webcam, die keine Verbindung zu einem Rechner benötigt, sondern selbstständig Daten ins Netz senden kann. Aufgrund der Freiheit, die eine Netzwerkkamera bietet, eignet sich diese besonders gut als Überwachungskamera in einem geschlossenen Netzwerk.

Während eine normale Webcam nur vom PC, mit dem sie verbunden ist, Anweisungen erhalten kann, bietet eine Netzwerkkamera die Möglichkeit auch von anderen Stationen her angesprochen zu werden.

Vorteile
  • Hervorragende Überwachungskamera
  • Aus der Ferne ansprechbar
  • Benötigt keine Verbindung zu einem Rechner
Nachteile
  • Teurer
  • Benötigt hohe Netzwerkgeschwindigkeiten
  • Ermöglichen Spionage

Netzwerkkameras werden zusätzlich dazu auch oft als Outdoorwebcam verwendet. Das heißt, es gibt auch spezielle Modelle, die bei verschiedensten Bedingungen arbeiten können. So gibt es z. B. auch beheizte Gehäuse für den Winter. Dadurch können Wohnung, Arbeits- oder Parkplatz ununterbrochen überwacht werden – das Ganze hat aber auch dementsprechend seinen Preis.

IP Cameras werden ebenfalls sehr oft als sogenannte Wettercams oder Wetterkameras verwendet, um im Internet das aktuelle Wetter an einem bestimmten Ort zu zeigen.

webcam

Netzwerkkamera oder auch Internet Protocol (IP) Camera, ist eine Unterart der Webcam, die keine Verbindung zu einem Rechner benötigt, sondern selbstständig Daten ins Netz senden kann.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Webcams vergleichen und bewerten

Es gibt viele verschiedene Kaufkriterien, mit denen man Webcams miteinander vergleichen kann. Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Auflösung & Format
  • Bildfrequenz (FPS)
  • Autofokus
  • Anschluss
  • Zoom und Aufnahmefenster
  • Kameralinse
  • HDR
  • Extra Funktionen
  • Design & Größe
  • Betriebssystem Kompatibilität

Die wichtigsten Funktionen wurde bereits etwas weiter oben behandelt. Dazu gehört die Auflösung, die Bildrate oder auch FPS genannt und auch den fast nicht umgänglichen Autofokus. Bei einer Webcam zählt das altbekannte schwache Glied Prinzip. Das Endergebnis ist nur so gut wie das schwächste Glied der Kette.

Schau dir also alle Empfehlungen gut an und entscheide dich für eine gute Mischung aus den Kaufkriterien, die für dich am wichtigsten sind. In den nachfolgenden Absätzen findest du zu allen Kaufkriterien eine kurze Beschreibung und eine Empfehlung für Casualnutzer und für Nutzer mit mehr Anforderungen.

Auflösung & Format

Die Bildauflösung ist die Angabe der maximalen Bildgröße einer Webcam. Sie wird durch die Anzahl an Bildpunkten oder durch die Anzahl Pixel in der Breite und der Höhe angegeben. Die Auflösung bestimmt auch zeitgleich das sogenannte Format, oder auch Seitenverhältnis genannt.

Das klassische Bildformat 4:3 kennt man vor allem von älteren Filmen oder Amateurfilmen. 4:3 war lange der Standard beim analogen Fernsehen. Seit den 90er Jahren ist der neue Standard das Breitbildformat 16:9.

Direkt mit dem Bildformat zu tun hat wie oben erwähnt die Auflösung. Das bekannte 640 x 480px ist z. B. ein 4:3 Format, während der neuere HD Standard 1280 x 720px das Breitbildformat 16:9 besitzt.

Bei der Auflösung gilt grundsätzlich: je mehr Pixel, desto besser. Das Bildformat ist grundsätzlich jedem Selbst überlassen, wobei man hier auch bedenken muss, dass die meisten HD-Webcams nur in 16:9 Formaten erhältlich sind.

Für Nutzer, die ab und zu mit ihren Freunden über Skype o. Ä. Videochatten, ist eine Auflösung ab 640 x 480px empfehlenswert. Ein wirklich scharfes Bild erhält man aber erst ab einer Bildauflösung von über 1280 x 720.

Bildfrequenz (FPS)

Die Bildfrequenz bezeichnet die Anzahl an Einzelbilder die in einer gewissen Zeitspanne aufgenommen bzw. Wiedergegeben werden. Eine genug hohe Bildfrequenz ermöglicht dem Betrachter die nacheinander gezeigten Einzelbilder als fortlaufende Bildfolge wahrzunehmen. Es entsteht also ein Video. Der englische Ausdruck FPS (frames per second) wird die Anzahl Bilder pro Sekunde bezeichnet.

Ab etwa 16 Bilder pro Sekunde nimmt das menschliche Gehirn eine Bildfolge als (ruckelnde) Sequenz wahr. In Kinofilmen zählt der goldene Standard von 24 Bildern pro Sekunde. Im Fernsehen (Europa) liegt die gebräuchliche Wiedergabebildfrequenz bei 25 FPS.

Für normale Videochats eignen sich also Webcams mit mindestens 24 Bildern pro Sekunde. Anspruchsvollere Nutzer finden gute Ergebnisse ab 30 FPS. Wer die Webcam ausschließlich für stille Bilder, sprich Fotografie, verwendet, muss sich über die Bildfrequenz keine Sorgen machen.

Autofokus

Der Autofokus ist eine Funktion, die es der Webcam ermöglicht auf ein Motiv automatisch scharf zu stellen. Da eine Webcam nur sehr ungern manuell eingestellt wird, empfehlen wir nie auf den Autofokus zu verzichten. Es gibt jedoch trotzdem Einiges zu beachten.

Unterscheiden kann man nämlich zwischen dem sogenannten single autofocus und dem continuous autofocus.

  • Der Single Autofocus stellt sich auf ein Objekt scharf und bleibt an dieser Stelle scharf, auch wenn sich das Objektiv weiter nach vorne- oder zurückbewegt.
  • Der continuous autofocus stellt sich auf ein gewisses Objekt scharf (meistens automatisch auf ein Objekt in der Mitte) und regelt den Fokus nach, falls sich das Objekt entsprechend nach vorne oder hinten bewegt.
  • Eine Unterkategorie des continious autofocus ist die Gesichtserkennung. Anstatt dass sich die Webkamera auf das falsche Objekt oder den Hintergrund scharf stellt, erkennt die Kamera Gesichter und kann dadurch den Fokus auf die Person einstellen.

Für Videochats lohnt sich dikamere Investition in eine Webcam mit continious autofocus. Die Gesichtserkennung ist erst dann wirklich von Wichtigkeit, wenn man die Webcam professionell einsetzt.

Außerdem ist Autofokus nicht gleich Autofokus. Jeder Hersteller hat seine ganz eigene Technik für einen guten und schnellen Autofokus. Einige sind also wesentlich schneller und genauer als andere. Am besten schaut man sich das von Fall zu Fall an und sucht auf YouTube nach einer kurzen Testaufnahme mit dem Autofokus.

Anschluss

Der Anschluss ist für das einfache Plug and Play sehr wichtig. Du solltest auch darauf achten, dass an deinem Computer / Mac ein entsprechender Port zur Verfügung steht. Anderenfalls gibt es für solche Fälle auch USB-Hubs.

Für den Anschluss reicht noch immer eine bereits etwas in die Jahre gekommene USB 2.0 Schnittstelle. Professionellere Geräte können auch USB 3.0 oder Ähnliches voraussetzen. Netzwerkkameras werden normalerweise per LAN oder W-Lan mit dem Netzwerk verbunden.

Zoom und Aufnahmefenster

Jede Webcam hat ein gewisses Aufnahmefenster. Das reicht von Webcams, die einen großen Platz auffangen können bis hin zu Kameras, die es gerade noch so schaffen ein Gesicht abzubilden.

Dieser Bildbereich ist sehr wichtig und es kommt ganz darauf an, was du mit der Webkamera aufnehmen möchtest. Für Sicherheitskameras ergibt ein großer Bildbereich mehr Sinn als für Nutzer von Videochats. Einige Webcams haben auch die Funktion digital zu zoomen. Dadurch wird das sogenannte FOV (field of view) vermindert. Das Resultat ist ein Bild mit einem engeren Bildwinkel.

Kameralinse

Der Typ der verbauten Kameralinse wird maßgeblich dazu beitragen wie gut oder schlecht das Bild schlussendlich aussehen wird. Einige Einsteigermodelle haben günstige Plastiklinsen verbaut, auf lange Sicht ist es jedoch viel klüger auf Glaslinsen zu setzen. Diese fangen mehr Licht ein und können dadurch ein klareres Bild erzeugen.

HDR

Unter High Dynamic Range versteht man in der Fotografie ein Hochkontrastbild, sprich ein Bild mit einem hohen Dynamikumfang. Die meisten Kameras verwenden dazu einen kleinen Trick, indem sie ein und dasselbe Bild einige Male hintereinander mit unterschiedlichen Helligkeitseinstellungen aufnehmen und diese dann übereinanderlegen.

Durch die überbelichteten Bilder werden Details in den Schatten besser sichtbar. Die unterbelichteten Bilder können helle Stellen (z. B. der Himmel) besser einfangen. Es resultiert ein Bild mit Details in den Höhen und Tiefen.

HDR ist eine Funktion für anspruchsvolle Nutzer. Wenn du also vorhast, in einem Raum ohne viel Licht (oder mit zu viel Licht, z. B. einem Studio) eine Videokonferenz zu halten, ist HDR ziemlich hilfreich.

Extra Funktionen

RightLight 3: Eine neue Technologie von Logitech, dank der die Bildqualität in schlecht beleuchteten Räumen verbessert wird. Intel Real Sense: Diese Technologie benutzt verschiedene „Fühl“-Techniken, um ein 3D-Bild mit Tiefe herzustellen.

Während diese Technik unter anderem bei Virtual Reality und Entwicklung von Robotern benutzt wird, hat sie bei Webcams einen anderen Sinn. Sie kann eine Person vom Hintergrund unterscheiden und euch dementsprechend von einem Hintergrund freistellen – ganz ohne Greenscreen.

Design & Größe

Bei einer Webcam kommt es im Allgemeinen eigentlich nicht groß auf das Design, sondern eher auf die Funktionen drauf an. Denn das fertige Bild hat nichts mit der Aufnahme zu tun – und euer Skype-Partner sieht euer Aufnahmegerät dementsprechend nicht.

Trotzdem kann das Design natürlich ein ausschlaggebender Grund für den Kauf sein. Dazu gehört natürlich die Farbe sowie auch die Größe. Wird die Webcam auch auf Reisen mitgenommen, ist ein kleineres Gehäuse natürlich wünschenswert.

Webcam

Der Autofokus ist eine Funktion, die es der Webcam ermöglicht auf ein Motiv automatisch scharf zu stellen.

Betriebssystem Kompatibilität

Grundsätzlich läuft bei richtiger Schnittstelle fast jede Webcam auf jedem System. Trotzdem gibt es natürlich einige Ausnahmen (gerade bei z. B. Linux). Ein Blick in das Handbuch ist vor einem Kauf auf jeden Fall Pflicht.

Ebenfalls wichtig zu beachten ist, dass nur, weil die Webcam auf dem aktuellen Betriebssystem läuft, es nicht zwingend auf der nächsten Version laufen wird. Wird die Webcam jedoch auf dem Betriebssystem unterstützt, ist es ziemlich sicher, dass sie auch auf den nächsten Versionen sicher und stabil laufen wird.

Zu beachten ist auch, dass einige Extra-Funktionen (siehe weiter oben) nicht unbedingt auf jedem Betriebssystem angeboten werden.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Webcam

Kann man eine Webcam hacken?

Es ist möglich eine Webcam zu aktivieren, ohne dass du es mitbekommst. In der Regeln haben Notebooks mit integrierter Webcam eine Signal LED, welches anzeigt, sobald die Webcam aktiv ist. Mit entsprechenden Tools ist es Hackern aber bereits gelungen, auf eine Webcam zuzugreifen, ohne dass das Licht aufleuchtet.

Um die Webcam zu hacken, muss der Hacker aber erst mal in dein Netzwerk gelangen. Ein gut abgesichertes Netzwerk mindert die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Zugriff auf deine Webcam erlangt.

Sollte man seine Webcam abdecken?

Sowohl der Chef des FBIs als auch Mark Zuckerberg überkleben ihre Webcam. Und das solltest du auch tun. Mit einem einfachen Post-it Zettel lässt sich praktisch jede handelsübliche Webcam abkleben. In der Vergangenheit ist es IT-Experten mehrfach gelungen, dass sie Kameras aus der Ferne aktivieren können, ohne dass das Licht dabei aufleuchtet.

Um also nicht widerwillig vor dem eigenen Rechner gefilmt zu werden, lohnt es sich gewisse Maßnahmen bereits im voraus zu ergreifen. Das kann durch das Abkleben der Kamera oder durch einfaches Ausstecken einer externen Webcam geschehen.

Wie kann man die Webcam aufnehmen?

Um von einer Webcam ein Video oder Bild aufzuzeichnen gibt es zahlreiche Tools und Programme für praktisch jedes Betriebssystem. Auf Windows gibt es dazu das sehr schlichte und einfache Programm Simple Webcam Recorder. Weitere Möglichkeiten sind der VLC Player, der Windows Movie Maker oder der Free Webcam Recorder.

Eine sehr gute Möglichkeit für Nutzer, die mit mehreren Betriebssystemen arbeiten, ist OBS Studio. Es ist für Windows, Linux und Mac OS erhältlich und bietet weitaus mehr Optionen als die meisten der oben genannten Programme.

Wie benutzt man eine Webcam als Überwachungskamera?

Mit einer günstigen Webcam als Überwachungskamera kann man sein Zuhause ohne großen Aufwand per Video überwachen. Dazu braucht man nur eine Webcam und eine entsprechende Überwachungssoftware wie das kostenlose iSpy. Damit kann man mehrere Kameras auf Windows gleichzeitig überwachen.

Um nicht unnötig viel Videos oder Bilder aufzunehmen, gibt es auch Überwachungsoptionen. So reagiert die Kamera z. B. nur auf Bewegungen im Bild und zeichnet erst dann ein Bild auf, schickt dir E-Mails oder eine SMS bei verdächtigen Bewegungen und kann die Bilder und Videos auch direkt auf einen Server im Netz laden.

Warum ruckelt meine Webcam?

Es gibt viele verschiedene Gründe, weshalb eine Webcam ruckelt. Der häufigste Grund ist dabei aber nicht beim Nutzer selbst zu suchen. Viele günstige Webcams werben mit einer hohen Bildauflösung, haben bei dieser Auflösung jedoch auch einige Ein­bu­ße, darunter meist auch die FPS (Bilder pro Sekunde).

Um ein Video als flüssig wahrzunehmen, benötigt das menschliche Auge mindestens 24 Bilder in der Sekunde. Einige Webcams erreichen bei ihrer höchsten Auflösung aber gerade mal 20 oder gar nur 15 FPS. Die einzige Möglichkeit ein flüssiges Bild zu erhalten, erreicht man hier nur, indem man die Auflösung herunterstellt.

Weitere Lösungsvorschläge können sein:

  • Anderer USB Port ausprobieren
  • Weitere laufende Programme schließen
  • Anderes Programm für die Webcamanzeige verwenden
  • Treiber neu installieren
  • Zu geringe Bandbreite (bei Videochats)

Wenn das alles nicht hilft, lohnt es sich sich beim Support des Produktherstellers zu melden oder in einem entsprechenden Forum die Community um Hilfe zu bitten.

Wie stelle ich meine Webcam auf (für bestmögliche Ergebnisse)

Mit etwas Aufwand ist es möglich, einen guten Eindruck mit deiner Webcam zu hinterlassen. Die meisten platzieren ihre Webcam zu weit unten. Normalerweise zeigt man sich nicht von der besten Seite, wenn man von unter dem Kinn gefilmt wird.

Am besten ist die Webcam auf Augenhöhe oder etwas höher. Schnapp dir ein paar Bücher und richte die Webcam auf der richtigen Höhe ein. Öicht sollte immer von vorne oder leicht von der Seite kommen. Aber vermeide unbedingt zu starke Beleuchtung von hinten.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://www.spiegel.de/netzwelt/web/webcam-in-apple-rechnern-warnung-vor-spaehangriffen-a-1115675.html


[2] http://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-wirtschaft_artikel,-webcamspione-und-emailmitleser-_arid,1629215.html

Bildquelle: Pixabay.com / willsong

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